Home / Europa / Trolltunga: spektakuläre Urlaubs-Erlebnisse garantiert

Trolltunga: spektakuläre Urlaubs-Erlebnisse garantiert


Ein Urlaub in Norwegen auf eigene Faust mit dem eigenen Auto, Wohnmobil oder gar dem Motorrad? Ganz gleich, ob eine lange oder kurze Entfernung geplant wird, nah am Meer oder vorbei an den eisblauen Gletschern: Norwegen hat 18 Landschaftsrouten zu bieten, die stets dazu verführen, stehen zu bleiben und zu staunen. Denn auf den „Nasjonale turistveger“ gehört auch die Kunst, eine Rast einzulegen.

Geirangerfjord – das Aushängeschild Norwegens

Die Landschaftsroute Geiranger-Trolligsten handelt es sich bereits seit vielen Jahren um eine Art „Aushängeschild“ von Norwegen. So sollten bereits 1910 120 Kreuzfahrtschiffe in den Geirangerfjord gekommen sein. Heute reisen rund 800.000 Touristen nach Schätzungen des örtlichen Tourismusbüros jährlich nach Geiranger, dessen imposante Fjordlandschaft mit den Steilabfallenden Berghängen 2005 zum Unesco-Weltnaturerbe zählt. Tag für Tag kommen im Sommer riesige Kreuzfahrtschiffe in den 15 Kilometer langen Meeresarm hinein, der an einigen Stellen nur 600 Meter breit ist.

Der Rastplatz Ørnesvingen oberhalb von Geiranger zählt als eines der Beispiele fuer das gelungene Zusammenspiel von Architektur und Natur. Denn innerhalb der Aussichtskanzel rauscht ein Wasserfall über ein Glasquadrat in die Tiefe. Aber auch das Panorama ist atemberaubend, in der Mitte die steil abfallenden Felswände, zur rechten Seite die Wasserfälle De syv søstre – zu deutsch „Die sieben Schwestern“ – und tief unten, der dunkelgrün schimmernde Fjord.

Atemberaubend im wahrsten Sinne des Wortes: Trolltunga

Es steht der Sinn nach Abenteuer und einer atemberaubenden Aussicht? Dann sollte die Straße 13 nach Tyssedal genommen werden und dann Richtung Skjeggedal und weiter zur Trollunga, wo auf dem Parkplatz Skeggedal geparkt werden kann. Von dort aus heißt es wandern, und zwar durch das Hochgebirge. Der Anstieg von 23 km (!) dauert insgesamt 10 bis 12 Stunden und hat einen Anstieg von 900 Höhenmetern. Zu erwähnen ist, dass die Wanderung lang und anstrengend ist. Doch wer es wagt und körperlich fit genug ist, der wird belohnt und das mit einem atemberaubenden Ausblick. Denn das Ziel ist die Trolltunga, zu deutsch Trollzunge, bei der es sich um einen 1100 Meter hochgelegenen Felsvorsprung handelt, der rund 700 m über dem künstlich angelegten Stausee Ringedalsvatnet ins Nichts ragt. Da übt schon eine magische Anziehungskraft aus.

Aber auch auf dem Weg nach Odda, das sich am Südzipfel des Hardangerfjords befindet, gibt es einige Sehenswürdigkeiten, wie den berühmten Zwillingswasserfall Låtefossen. Dieser stürzt 165 m tief von der Hardangervidda hinab um im Tal den Fluss Grønsdalslona zu speisen. Das ist nicht nur ein Imposantes, sondern auch Feuchtes Schauspiel. Weitere Informationen findest Du hier.

Über der Passstraße „schweben“

Bei der Strecke von Geiranger nach Trollstigen handelt es sich um eine der beliebtesten unter den 18 Landschaftsrouten. Während der Hochsaison, von Juli bis August, sind täglich mehrere tausende Fahrzeuge auf der 106 Kilometer langen Straße unterwegs, die an manchen Stellen nur einspurig verläuft. Mitunter kann das für die Wohnmobil-Fahrer dann schon zu einer Herausforderung werden. Die Strecke führt am Trollstigen in elf Haarnadelkurven und mit einem Gefälle von 12 % in das Isterdal hinab. Hier an Engstellen zurückzusetzen, um den Gegenverkehr passieren zu lassen, das ist nicht jedermanns Sache. Jedoch lädt der Rastplatz auf dem Trollstigenplateau zur Rast ein. Es hat den Anschein, dass die Aussichtsplattformen dort über der Passstraße schweben und gleich nebenan rauscht der Wasserfall Stigfossen aus über 200 Meter in den felsigen Abgrund.

Mit etwas Planung lassen sich im westnorwegischen Fjordland mehrere Landschaftsrouten miteinander verbinden und damit kann die Urlaubstour sehr abwechslungsreich werden. So geht es von Oslo auf der E16 in Richtung Fagernes über die Valdresflyaroute, Straße 51 bis Lom und von dort über die 108 Kilometer lange Sognefjell-Landschaftsroute, die Straße 55. Die historische Handelsroute in Richtung Sognadal ist im Winterhalbjahr gesperrt und nicht selten türmen sich dort selbst im Frühsommer noch meterhohe Schneewände links und rechts von der kurvenreichen Strecke.

Ebenfalls sehenswert – die Rondane-Route

Im Schnee kann nahe der Passhöhe am Rastplatz Mefjellet eine mächtige Skulptur entdeckt werden. Wie ein Ausrufezeichen steht das 42 Tonnen schwere Tor aus Stein, dass von dem Künstler Knut Wold geschaffen wurde, inmitten der Bergriesen im Nationalpark Jotunheimen. Das Steintor ist eines der vier Kunstwerke, die an den 18 Landschaftstouren bereits aufgestellt wurden. Eine deutliche Mahnung an die Touristen, ihren Abfall nicht in der freien Natur zu entsorgen stellt die Installation „DEN“ von dem Amerikaner Mark Dion dar. Dabei handelt es sich um einen Bären, der inmitten von Wohlstandsmüll steht.

Ganz hoch im Norden, an der Varangerroute in der Ostfinnmark, wurde die Gedenkstätte Steilneset von dem Schweizer Staatsarchitekt Peter Zumthor und der französischen Bildhauerin Louise Bourgeois geschaffen. Mit diesem Mahnwal wird an ein düsteres Kapitel in der Geschichte dieses Landstrichs, der sich am Rande der Arktis befindet erinnert. Hier wurden während der Hexenprozesse im 17. Jahrhundert 91 Menschen der Hexerei angeklagt und zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt.

Die Rondane-Route ist weniger bekannt als die Strecken im Fjordland. Sie verläuft über 75 Kilometer ab Folldal östlich des Nationalparks Rondane. Von den Rastplätzen brechen die Wanderer zu Gebirgstouren in das aelteste, 1962 geschaffene Naturreservat Norwegens auf. Besonders deutlich wird die Verbindung von Architektur und Natur am Aussichtspunkt Sohlbergplassen. Dort stand eigentlich eine einzige Kiefer dem geplanten Beton-Bauwerk im Weg – aber die Architekten fanden eine Lösung und errichteten die Aussichtskanzel um den Baum herum.

Hier nachlesen ...

Thailand: Das Land des Lächelns erkunden

Romantische Buchten, azurblaues Meer, rauschende Wasserfälle, paradiesische Strände, pulsierende Berge, urige Fischerdörfer, pulsierende Metropolen und …

Rügen – ein Urlaubsziel zum Erholen und entspannen

Auf der Suche nach einem erholsamen Urlaubsziel, wo einen die Natur in den Bann zieht, …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.